Nach dem Studium der zahlreichen Literatur, setzte ich die Recherchen "vor Ort" fort. Dokumente aus Pfarrarchiven, Tagebüchern, Regimentsberichten, Berichte von Pilgern in der damals üblichen Sprache Latein und Ortschroniken ergaben oft ein anderes Bild als die "offizielle", durch Zensur geschönte Literatur. Daraus ergaben sich neue Bewertungen, die die bisher bekannte Sichtweise zu einem beträchtlichen Teil als falsch darstellt.
Neue Entdeckungen waren die Folge der intensiven Forschungen. Die Gedenktafel am Sterbehaus von Marschall Lannes, ursprünglich am falschen Ort, mußte auf ein anderes Haus übertragen werden, auch die Beurteilung der leidtragenden Bevölkerung in Wien und den betroffenen Orten der Schlacht bei Aspern und Eßling fiel differenzierter aus, als öffentlich bekanntgegeben wurde. Bemerkenswerte Entdeckungen folgten in Ungarn, z. B. die 300 Jahre alten Weinkeller in Nyúl stellten sich als das Gefängnis der Soldaten der Grazer Landwehr heraus, die Geschichte über das Mädchen von Kismegyer wurde wieder entdeckt und in mehrere Sprachen übersetzt. Vor kurzem gelang der sensationelle Fund des Napoleon-Steines von Acs. Der Austauschpunkt von Metternich und Dodun konnte genau bestimmt werden.
Dies führte zu zahlreichen Vorträgen und Live-Auftritten im ungarischen Fernsehen und bei ungarischen Radiostationen. Der intensive Kontakt zu ausländischen Historikern gibt mir auch die Möglichkeit, neue Erkenntnisse ausreichend zu diskutieren.
Mein Wohnsitz ist Maria Anzbach in Niederösterreich, unweit von Wien. An den Ausläufern des Wienerwaldes gelegen, gibt es mir die Ruhe die notwendig ist, um sich auf dieses interessante, aber aufwendige Thema der Napoleonischen Zeit in Österreich und Ungarn zu konzentrieren.
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